Die Displayeinheit

Die Displayplatine besitzt - im Gegensatz zu der Hauptplatine - nur eine Kupferlage und spart dadurch bei hohen Stückzahlen Kosten. Verräterische 0 Ohm Widerstände verschiedener Bauformen zeigen, dass das Layout nicht mit nur einer Lage realisiert werden konnte. Die Widerstände dienen als preiswert automatisch bestückbare Drahtbrücke, unter der Leiterbahnen hindurchgeführt werden können.

Die Taster der Bedienelemente befinden sich auf der Oberseite der Platine, das Display samt Hintergrundbeleuchtung ist im Gehäuse verbaut, ist aber durch zwei Leitungen mit der Platine verbunden. Die Abfrage der Tasten und die Ansteuerung des Displays übernimmt ein 8-Bit Mikrocontroller. Dieser kommuniziert über eine Flachbandleitung mit der Hauptplatine.

Auffällig ist ein 32768 Hz Quarz, der z.B. für Uhren eingesetzt wird. Der Controller übernimmt die Uhrzeitanzeige und das Aufwecken der gesamten SetTopBox auf Fernbedienungs- oder Tastenkommando und natürlich rechtzeitig für programmierte Aufnahmen.

HDC601DER Display - mit der Maus über Bauteile fahren für mehr Informationen
Microchip PIC16F726-I
8 Bit Controller, fragt die Tasten ab und steuert das Display an. Im Standby-Modus ist er für die Uhrzeitanzeige und für den rechtzeitigen Start vor Timeraufnahmen verantwortlich.
FPC Verbinder für das LCD
Flachbandkabel zur Hauptplatine
32768 Hz Quarz (Rückseite)
Klassicher Taktgeber für Uhrenanwendungen. Division durch 2^15 ergibt einen Sekundentakt.
7 Taster für die Bedienung am Gerät (Rückseite)
Power-Taster mit LED (Rückseite)
Infraotempfänger für die Fernbedienungssignale (Rückseite)
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Update ohne Bootloader

Die Hauptplatine hat eine recht aufwändige Beschaltung für ein Signal, das zur Displayplatine geht. Dabei handelt es sich um das Signal #MCLR. Dieses Signal dient einerseits dem Zurücksetzen des Controllers, aber auch zum Aktivieren des In-Circuit-Programming Modus. Die Hauptplatine kann also den Controller mit einer neuen Firmware versorgen, ohne dass ein spezieller Bootloader im Flash vorhanden ist. Es sollte sich ein jungfräulicher PIC problemlos programmieren lassen. Das spart dann die Programmierung während der Fertigung, könnte also wieder ein Faktor zur Kostenreduktion sein.