Die Hauptplatine

Auf der vierlagigen Hauptplatine sind keine verräterischen Beschriftungen, die auf eine serielle Console oder ähnliches hindeuten, zu erkennen. Ab und zu finden sich Anweisungen vom Schaltungsentwickler an den Layouter ("Diff imp 90 Ohms"), warum auch immer diese im Bestückungsaufdruck gelandet sein mögen.

Der Abschirmkäfig über dem HF-Teil wurde für die Fotosession entfernt.

 

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Broadcom BCM7405
Hauptprozessor mit Videohardware, im Originalzustand unter einem Kühlkörper versteckt. Die Archtektur ist MIPS32/MIPS16e
Spansion SP29GL512P10DFSS8
64 MB NOR Flash, 8 oder 16 bit Busbreite im baslterunfreundlichem BGA.
2 * Hynix H5PS1G63EFR-S5C
Je 64MB, 16 Bit Busbreite DDR2-800 CL5 DRAM. Da auf der Rückseite auch noch zwei DRAMs sitzen, ergeben sich 512 MB Arbeitsspeicher, die mit einem 64bit Datenbus an die CPU angebunden sind.
Samsung K4H561638N-LCB3
32 MB, 16 Bit Busbreite DDR-400 CL2 DRAM für den BCM3253 Frontendprozessor.
Broadcom BCM3253RKPBG
Ein IC, über das es fast gar nichts zu finden gibt. Vermutlich ein Verwandter vom BCM3255 - die Software meint auch, sie liefe auf einem BCM3255. 3 DVB-Channel Demodulatoren mit DOCSIS 2.0-Modem, gesteuert von einem MIPS-Prozessor.
Broadcom BCM3509KPFG
Ebenso ein nicht existentes IC, allerdings vom Einsatzzweck her ein DVB Channel Demodulator. ZF rein, serieller Transportstrem und AGC raus. Angebunden über I²C. Daher von den 128 Pins doch erstaunlich wenige belegt.
Broadcom BCM3409KML
Silicon Tuner, über den es natürlich - wie sollte es anders sein - kaum etwas zu finden gibt. Vorgeschaltet ist ein diskreter steuerbarer Verstärker für die AGC. Der Zwischenfrequenzausgang geht in den BCM3253, zwei weitere Ausgänge leiten das Eingangssignal an je einen weiteren Tuner weiter.
Broadcom BCM3409KML
Silicon Tuner ohne eigene AGC, die Zwischenfrequenz wird zum BCM3253 geroutet.
Broadcom BCM3409KML
Silicon Tuner ohne eigene AGC, die Zwischenfrequenz wird zum BCM3253 geroutet.
Broadcom BCM3409KML
Silicon Tuner mit diskreter AGC, die Zwischenfrequenz wird zum BCM3509 geroutet. Die Ausgänge für weitere Tuner werden nicht benutzt.
ASB ASL550
Vorverstärker mit MMIC. Verstärkt das Ausgangssignal vom Diplexer, dieses gelangt zum zum Durchschleifausgang und auf zwei Tunergruppen mit diskreter AGC.
Vermutlich Toko, Diplexer
Trennt den Upstream vom Downstream
Durchschleifausgang des Antennensignals
Als Quelle dient das verstärkte Downstreamsignal vom Diplexer.
Stiftleiste Spannungsversorgung für die Festplatte
Stiftleiste mit dem Front-USB-Signalen
Nicht bestücke Stiftleiste
Ethernetport vom BCM3253.
Nicht bestückte Stiftleiste
Serielle Console vom BCM3253, recht gesprächig. Aber: Console input has been disabled in non-vol.
Anschluß für das Flachbandkabel zur Frontplatte
Die Frontplatte beherbert das Display, die Tasten und den Infrarotempfänger
Anschluß für den Lüfter
Tacholos, also nicht überwacht.
Flachbandkabel zum Kartenleser
SATA Anschluss für die Festplatte
Footprint für einen weiteren SATA-Port
Ein paar Kondensatoren sind ebenfalls nicht bestückt. Diese müssten nachbestückt werden, um den Port anzuschliessen.
IEC C8 Eingang Netzspannung
Ethernet + USB
HDMI
Audio Ausgang Analog+optisch digital
Video Komponentenausgang
Balun
Transformiert das symmetrische Upstreamsignal vom BCM3253 in ein asymmetrisches, welches über den Diplexer in's Kabelnetz gesendet wird.
2 * SCART Audio/Video
Diskret aufgebaute Lüftersteuerung
Netzfilter, der Störungen des Schaltnetzteils vom Stromnetz fernhält
2 x Y-Kondensatoren zur Funktionserde Unbestückter Varistor zur Überspannungsbegrenzung Durch Drahtbrücke ersetzter PTC zur Einschaltstrombegrenzung X-Kondensator mit Bleeder-Widerstand Stromkompensierte Drossel Wieder unbestückter Varistor Durch Drahtbrücke ersetzte zweite stromkompensierte Drossel mit überbrückten Funkenstrecken X-Kodensator
Brückengleichrichter und Zwischenkreiskondensator
Fairchild FSQ0465R
Primärgetakteter Sperrwandler im Quasi-Resonant-Mode, der den geringen Verbrauch ermöglicht. Die Schaltung erinnert ein wenig an die Standard-Schaltung aus dem Datenblatt/RD-334
KEC KIA278R12PI
12V Low Drop Spannungsregler, mit Enable-Eingang. Stellt 12V für die Festplatte bereit.
Gleichrichtung/Siebung der Eingangsspannung (13-14V) für die 12V Versorgung.
Da bei einem Sperrwandler nur eine Ausgangsspannung geregelt werden kann, ergeben sich die anderen Spannungen vom selben Übertrager durch das Wicklungsverhältnis und der Belastung der Wicklungen. Hier hat sich Echostar für genauer geregelte 5V entschieden und regelt die 12V Schiene auf der Sekundärseite linear nach.
Gleichrichtung/Siebung der 5V Sekundärspannung.
A&O AO4476A
n-Kanal MOSFET, der die +5V Versorgung für fast die gesamte Box einschaltet. (Standby/Power)
Maxim MAX9670
Schaltmatrix für Bild und Ton, zugehörig zu den SCART-Buchsen
Liteon LTV817A und TI TL431AC
Gegenkopplungsnetzwerk mit TL431 als Referenz zur Regelung der +5V Ausgangsspannung. Der Optokoppler LTV817 dient der galvanischen Trennung von Netz- und Ausgangsseite.
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Spansion SP29GL512P10DFSS8
64 MB NOR Flash, 8 oder 16 bit Busbreite im baslterunfreundlichem BGA.
Verguss, der den Bastler vom Zugriff auf den PCI-Bus (und damit auch auf das Flash) abhalten soll.
Verguss, der den Bastler vom Zugriff auf den PCI-Bus (und damit auch auf das Flash) abhalten soll.
Beispiel für eine Funkenstrecke im Layout, dient zur Absicherung der Wicklungen der stromkompensierten Drossel. Dies wird aus Blitzschutzmassnahmen gemacht, die Wirkung ist allerdings ohne weitere Massnahmen wie die nicht bestückten Varistoren fragwürdig. Schaden tun sie allerdings nicht -so schlägt die Isolation der Wicklungen gegeneinander nicht durch und löst die Sicherung aus. Den Halbleitern wird der Vortritt gelassen ;-)
Schlitze zur Verlängerung der Kriechstrecken im Bereich des Schaltreglers